VON LEHMAN BROTHER BIS GRIECHENLAND,
DIE GRÖSSTEN TÄUSCHUNGEN MIT:
- CREDIT LINKED NOTES -
Allgemeines
zu
Credit Linked Notes
die absolut genialsten Täuschungen
deutsche
Credit Linked  Notes
in Litauen
Verkauf über dumm gelassene Kundenberater Vernichtung Rentenbeiträge
Kirchengelder
Firmenkapital
Entwicklungs-
hilfe
der Griechenland-Krimi Gerichts-
verfahren


Kurzfassung

Details
Strafanzeige gegen die
DZ Bank
vertauschtes Kaufobjekt

sonstiges

Impressum
18.05.12 17.03.12 13.05.12 04.05.12

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STAATSANWALTSCHAFT LÄSST ERMITTLUNGSAKTEN VERSCHWINDEN; STAATSANWALTSCHAFT WEIGERT SICH, ANZEIGEPUNKT AUFZUNEHMEN; STAATSANWALTSCHAFT LÄSST ERMITTLUNGSERGEBNIS MIT PUNKT UND KOMMA UND ALLEN UNTERSTREICHUNGEN VON DER BESCHULDIGTEN BANK ERSTELLEN, ALLE NACHWEISE VORHANDEN!


[nachfolgender Text als PDF-Datei zum Ausdrucken]

Vorwort:

Ich bin gelernte Bankkaufrau. Seit über 3 1/2 Jahren widme ich fast meine gesamte Freizeit einem etwas sehr seltsamen "Hobby". In nunmehr Tausenden von Stunden recherchierte ich die Betrugsmaschen mit verschiedenen simplen Finanzprodukten. Dabei stieg ich in einen Sumpf von Betrug und Machenschaften ein, der einfach erschütternd ist.

Angefangen hatte es mal, dass ich selber geschädigt wurde. Die Comdirect-Bank stellte deutsche simple Bankanleihen aus, die nach der Insolvenz von Lehman Brother Wetten auf fünf Kreditausfallversicherungen waren. Die gesamte Investition hatte nur noch den Pleitewert von Lehman-Brother. Da meine Anlage ziemlich gering war, ist der Verlust für mich fast lächerlich. Vielmehr ärgerte es mich, dass Freunde, Bekannte oder Kollegen meinten, ich hätte spekuliert oder wäre zu faul oder zu dumm gewesen mich richtig zu informieren.

Daraufhin verschrieb ich mich den getarnten simplen Finanzprodukten. Der Werdegang war nicht einfach und verlief über Geschädigte, Rechtsanwälte der Geschädigten, Auffinden von Unterlagen, detaillierte wochenlange Überprüfung der Unterlagen, Verknüpfung der Unterlagen bis hin zu einer für mich skandalösen Staatsanwaltschaft. Inzwischen verfüge ich über 16 prall gefüllte Aktenordner. Die Ergebnisse meiner Recherchen mit allen Hundertprozentigen schriftlichen Nachweisen fasste ich auf meinen Web-Seiten zusammen, die ich immer noch weiter ausbaue.

So fand ich z. B. schon zwei Jahre vor der Zahlungsunfähigkeit von Griechenland Finanzprodukte vor, die eine vollständige Abhängigkeit der Rückzahlung in Bezug zu Griechenland teilweise oder ganz verschwiegen. Die entsetzten Investoren erhalten nun von dem zu Hundert Prozent investierten Kapital gerade Mal 21,5 Prozent zurück.

Meine aktuellste Web-Seite hingegen beschreibt die Geschichte der berühmten "Lehman"-Zertifikate neu. Alles ist zu Hundert-Prozent mit brisanten Nachweisen belegt.

http://wertpapier-schaden.de/Cobold/Lehman-Zertifikat.htm (Name des Link: "vertauschtes Kaufobjekt") .

In diesem "Krimi" denke ich manchmal, dass ich gar nicht real lebe und alles nur ein böser Traum ist.


DZ Bank AG
LBBW
WestLB


INHALTSVERZEICHNIS
  1. DIE MEDIEN SCHREIBEN NICHT DIE WAHRHEIT
  2. DIE BELIEBTEN DEUTSCHEN BANKANLEIHEN
  3. ERFINDUNG VON DEUTSCHEN "CREDIT LINKED NOTES"
  4. WIE KUNDEN MIT EINEM BESSEREN ANGEBOT ZUR COMDIRECT-BANK GELOCKT WURDEN
  5. HOCH RISKANTE CREDIT LINKED NOTES FÜR FESTGELDÄHNLICHE 3,2 PROZENT ZINSEN P. A.
  6. PERFEKTE TÄUSCHUNG MIT EINER KLASSISCHEN BANKANLEIHE
  7. MEIN BISHER SINNLOSER KAMPF VON ÜBER 3 JAHREN MIT HUNDERTEN VON STUNDEN ARBEIT FÜR DIE GERECHTIGKEIT!
  8. EIN TEIL DER BETROFFENEN WERTPAPIERE MIT KREDITAUSFALLVERSICHERUNGEN AUF GRIECHENLAND

1.  DIE MEDIEN SCHREIBEN NICHT DIE WAHRHEIT!

Wer spekuliert trägt ein Risiko. Ein Spekulant kann große Profite erwirtschaften, aber auch beträchtliche Verluste realisieren. Spiegelverkehrt  tritt die Materie dann beim Vertragspartner ein. Dieses Spiel läuft aber wesentlich anders.  Es gibt auf der einen Seite die Banken, die nicht das geringste Risiko tragen und nur gigantische Gewinne machen können. Auf der anderen Seite sitzen die Verlierer, die aber absolut kein Risiko eingingen.  Jetzt wird sich jeder fragen, wie das denn funktionieren soll.  Die Banken verkauften als Versicherungsnehmer  Kreditausfallversicherungen an Kleinanleger, Stiftungen, Kirchengemeinden und Firmen. Der Sachverhalt ist in etwa mit einer Feuerversicherung zu vergleichen. Für die Versicherungsleistung bezahlt der Versicherungsnehmer an den Versicherungsgeber eine Prämie.  Die Kreditausfallversicherungen wurden aber entgegen dazu größtenteils umsonst übernommen. Wenn das versicherte Heim abbrennt, muss die  Versicherung den Schaden bezahlen. Der Versicherungsnehmer, was die Bank wäre, erhält dann vom Versicherungsgeber, was die Investoren sind, Geld. 
Unter Vortäuschung einer klassischen Bankanleihe zahlten die Versicherungsgeber die Versicherungssumme bereits der Bank im voraus. Dabei wussten diese Leute und Institutionen überhaupt nicht, dass sie mit ihrer Investition Geber von Kreditausfallversicherungen waren. Selbst ein deutscher Rentenversicherungsträger des öffentlichen Dienstes fungierte als Geber von Kreditausfallversicherungen und verlor zahlreiche Millionen von Euro an Rentenbeiträgen, nachweislich in zweistelliger Höhe. Die Dunkelziffer aller Rentenversicherungsträger wird wahrscheinlich ein Vielfaches mehr betragen. Die Kreditausfallversicherungen werden auch als CDS (Credit Default Swaps) bezeichnet.  Die Banken verkauften aber insbesondere Kreditausfallversicherungen als Versicherungsnehmer, trotzdem sie überhaupt nicht die Kredite vergaben oder Anleihen, die die Forderungen verbriefen, besaßen.  Bei einer normalen Versicherung hat der Versicherungsnehmer auf der einen Seite einen Schaden, den er selber trägt. Auf der anderen Seite bekommt der Geschädigte die Ausgaben vom Versicherungsgeber ersetzt. Damit ist alles ausgeglichen und keiner hat im Normalfall einen Gewinn oder Verlust erlitten.  Nicht so bei den ungedeckten Kreditausfallversicherungen. Da der Versicherungsnehmer, also die Bank bei sich selber keinen Schaden hat, der gegengerechnet werden kann, aber vom Versicherungsgeber die Schadenssumme einkassiert, hat der Versicherungsnehmer, also die Bank einen enormen Gewinn. Und damit die Banken noch mehr und leichter Geld verdienen können, wird die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses und die Schadensumme oftmals um ein vielfaches gehebelt. Die Banken bündeln mehrere Kreditausfallversicherungen zu einem Korb. Bei Eintritt eines Schadenfalles von diesem Korb, muss der Versicherungsgeber auch für die anderen Kreditausfallversicherungen einen Schaden bezahlen, trotzdem hier überhaupt kein Schaden eintrat.  Also die Bank kassiert ohne überhaupt einen Schaden gehabt zu haben nicht nur eine einfache Schadenssumme, sondern diese multipliziert sich auch noch um ein Vielfaches.

Bezogen auf das Beispiel der Feuerversicherung wäre diese wie folgt. Ein Versicherungsgeber versichert fünf Häuser. Ein Haus davon brennt größtenteils ab. Der Versicherungsgeber muss nun an den Versicherungsnehmer, was die Bank ist, den Schaden bezahlen. Trotzdem der Schaden nur ein Haus betraf, wird die Schadenssumme auf alle fünf Häuser multipliziert. Der Betrag wurde bereits im voraus hinterlegt. Da die Bank aber nichts mit dem Haus zu tun hat und damit auch keinen Schaden nahm, kann sie das Geld vom Versicherungsgeber voll als enormen Gewinn einstecken und das ohne Kosten gehabt zu haben.

Bei den Kreditausfallversicherungen können verschiedene Umstände zu einem Schadensereignis führen. So z. B. eine Insolvenz oder die Restrukturierung von Schulden. Ob ein Schadensfall eingetreten ist, der die Versicherungsleistung auslöst, entscheidet ein Derivateverband (ISDA) an Hand von selber aufgestellten Richtlinien. Das Ereignis wird mit dem harmlos klingenden und irritierenden Begriff "Kreditereignis" bezeichnet. Ein Kreditereignis ist nicht etwa, dass Lehman Brother oder Griechenland Kredite erhielt. Der Begriff bedeutet, dass nun die "unbedarften" Versicherungsgeber an die Versicherungsnehmer eine Schadensumme bezahlen müssen bzw. ihre Kapitalanlage bei der Bank, was sozusagen eine Vorauszahlung war, bis auf ein Minimum nicht zurück erhalten.

Wahrscheinlich werden Sie nun denken, dass für dieses enorme Risiko ein außergewöhnlicher Ertrag gezahlt wurde. Weit gefehlt, der Investor erhielt unauffällige 3,2 Prozent Zinsen pro anno, die  damals in etwa einem laufzeitgleichen Festgeld entsprachen.

Es gibt etliche solche Wertpapiere. Die größten Verluste entstanden bisher durch die Lehman Brother Insolvenz und die Zahlungsunfähigkeit von Griechenland. Während bei Lehman Brother der Schaden mit 460 Millionen Euro noch relativ gering war, beträgt er bei Griechenland zahlreiche Milliarden von Euro. Die Struktur und Vorgehensweise ist fast immer identisch.

Ich lehnte komplexe und spekulative Produkte entschieden ab. Dennoch wurde ich mit gravierend falschen schriftlichen Informationen in dieser Materie getäuscht. Die Produkte waren von den schriftlichen Informationen so dermaßen verfälscht, dass sie zu hundert Prozent den klassischen Bankanleihen entsprachen und der potentielle Investor nicht die geringste Chance hatte zu erkennen, dass es sich in Wirklichkeit um hoch riskante Spekulationsobjekte handelt. Der Investor erwarb keine klassische Bankanleihe, wie die Banken vortäuschten, sondern hauptsächlich Kreditausfallversicherungen, die noch dazu um ein mehrfaches Risiko des Totalverlustes gehebelt wurden. Das Zauberwort dieser Wertpapiere nennt sich "Credit Linked Notes".

Damit Sie den Werdegang verstehen, muss ich zuerst einmal kurz die Struktur und Geschichte von Anleihen beschreiben.


2.  DIE BELIEBTEN DEUTSCHEN BANKANLEIHEN

Deutsche Bankanleihen erfreuten sich, ebenfalls wie Bundesanleihen, einer großen Beliebtheit. Da eine Insolvenz von deutschen Banken so gut wie ausschied, waren diese Papiere sehr sicher. Bankanleihen dienten nicht der Spekulation. Die relativ niedrigen Zinssätze entsprachen in etwa nur einer fest angelegten Banksparanlage. Anleihen hatten aber gegenüber den klassischen Anlageformen einen entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zu diesen Banksparprodukten, wie z. B. Festgeld konnten eine Anleihe auch während der Laufzeit veräußert werden. Das kostete eine kleine zusätzliche Gebühr. Außerdem musste über die Börse ein neuer Käufer zu Verfügung stehen, was aber auf Grund des hohen Emissionsvolumens fast immer der Fall war.

Deutsche Bankanleihen wurden nicht nur von Kleinsparer erworben, sondern insbesondere von Firmen, Stiftungen und der evangelischen Kirche, da diese auf eine größere Liquidität angewiesen waren. Auf Grund der sehr simplen Struktur erfolgte die Emission von Bankanleihen gem. WpPG § 31 Abs. 2 prospektfrei. Die Kunden erhielten keine Unterlagen.

[Analge 2, Bafin-Mitteilung über Prospektbefreiung]

Das Gesetz wurde zuerst für Papiere, die die Banken ab dem Jahr 2009 emittierten, geändert. Dieser Sachverhalt dürfte aber vielen potentiellen Investoren bis heute nicht bekannt sein, da die Änderung nicht publik gemacht wurde und Kundenberater immer noch simple Bankenanleihen ohne Prospekt und Unterlagen verkaufen.

Als Beispiel ein Angebot der Commerzbank aus dem Jahr 2009, was ich von meiner Kundenberaterin erhielt.

[Anlage 3, Angebot Commerzbank]
[Anlage 4, Angebot Commerzbank Begleitschreiben]

Im Laufe der letzten Jahrzehnte entstanden neben den klassischen simplen Anleihen Sonderformen. Während die hundertprozentige Rückzahlung der klassischen Anleihen einzig und allein nur bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ausfallen kann, basiert bei den Sonderformen die Rückzahlung auf zusätzlichen Rechten und Bezugsgrößen. Damit sich diese Wertpapiere klar und zweifelsfrei von den simplen klassischen Anleihen unterscheiden, trugen sie bei Genehmigung eine eindeutige Wertpapierbezeichnung, waren einem eindeutigen Wertpapiertyp zugeordnet und hatten eindeutige Risikohinweise, die die Vertriebsbank nach dem Wertpapierkenntnisprofil zu berücksichtigen hatte. So konnte es zu keinen Verwechslungen zwischen den klassischen prospektfreien Anleihen und den Sonderformen, die mit Prospekt emittiert wurden, kommen.

Nachfolgend ein Beispiel einer Aktienanleihe, die bei der Comdirect-Bank zum Verkauf eingestellt ist. Die Sonderform grenzt sich eindeutig von der Bezeichnung, der Rubrik, dem Typ und der Rückzahlung von den klassischen Anleihen ab.




3.  ERFINDUNG VON DEUTSCHEN "CREDIT LINKED NOTES"

Ca. um die Jahrtausendwende wurde der Wertpapiertyp "Credit Linked Notes" erfunden". Diesen Wertpapiertyp gab es in meiner Ausbildung, die ich 1997 im zweiten Bildungsweg abschloss, noch nicht. Auch in der Broschüre der standardisierten Wertpapierbasisinformationen, die jeder Kunde bei Depoteröffnung erhält, ist diese Wertpapierart nicht enthalten, wobei die letzte Ausgabe momentan noch vom Jahr 2008 ist und bisher nicht aktualisiert wurde (Stand Februar 2012).

Nach meinem Verlust und größeren Recherchen fand ich heraus, dass es eine spezialisierte Broschüre namens "Basisinformationen über Finanzderivate" gibt. Diese wurde ebenfalls vom Bankenverlag heraus gegeben und hat einen Stand per Juli 2008. Die Unterlage ist aber immer oder meistens nur Firmenkunden vorbehalten.

Auf Seite 113, Kapitel 9.2 heißt es wie folgt:

9.2 Credit Linked Notes (CLNS)

Eine CLN stellt eine Kombination aus einer Anleihe und einem oder mehreren Kreditderivaten -in der Regel Credit Default Swaps(CDS) - dar. Mittels einer CLN wird das Kreditrisiko eines oder mehreren Referenzschuldner vom Emittenten der CLN auf die Anleihegläubiger übertragen.

[Anlage 5, standardisierte Broschüre über Finanzderivate]

Ein Credit Linked Notes ist eine Kombination aus einer Anleihe und einem Kreditderivat. Das heißt, zu einem trägt der Anleger das Emittentenrisiko einer Anleihe. Wie bei jeder klassischen Anleihe, kann der Investor sein Geld verlieren, wenn der Herausgeber (Emittent) der Anleihe zahlungsunfähig wird, was bei deutschen Banken bisher unwahrscheinlich war. Der andere Part setzt sich aus ein oder mehreren Kreditderivate zusammen. Ein Derivat hängt nicht von dem Wert des Produktes selber ab, sondern basiert auf produktfremden Bezugsgrößen. Bei einem Credit Linked Notes fungiert der Investor als Geber von Kreditausfallversicherungen. Jede Kreditausfallversicherung bezieht sich auf ein Referenzunternehmen oder ein Referenzstaat. Das heißt der Anleger gibt der Bank sein Geld, wie bei einer klassischen Anleihe oder bei einem Festgeld. Nach einer fest vereinbarten Laufzeit würde der Investor sein Kapital zurück erhalten. Nicht so bei den Credit Linked Notes. Mit dem Kapital ist der Investor gleichzeitig Geber von Kreditausfallversicherungen.  Bezogen auf das obige Beispiel mit der Feuerversicherung verhält sich dieses wie folgt. Als Referenzobjekt bzw. Versicherungsobjekt wird ein Haus definiert. Kommt es zu keinem Feuer, erhält der Investor nach der Laufzeit sein Geld zurück, wie bei einer klassischen Anleihe. Wenn das Haus aber abbrennt, zieht die Bank von dem hinterlegten Kapital die Schadenssumme ab. Der Anleger erhält nur noch ein Minimum oder gar nichts von seiner Investition zurück.

Die deutsche Umwidmung ist noch um ein vielfaches krasser.  Bei einem einzigen Wertpapier werden teilweise bis zu 13 Staaten oder 25 Unternehmen als Referenzobjekte definiert.  Der Investor gibt in einem einzigen Wertpapier Kreditausfallversicherungen auf bis zu 13 Ländern. Tritt bei einem einzigen Staat ein sogenanntes Kreditereignis ein, so erhält der Anleger nicht 12/13 seines Geldes zurück. Wenn z. B.  ein Fond 13 Wertpapiere gleicher Größe besitzt und ein Wertpapier fällt aus, so hat das Fondvolumen noch 12/13 des ursprünglichen Kapitals. Nicht so bei den meisten deutschen Credit Linked Notes.  Trotzdem der Investor 13 Kreditausfallversicherungen auf 13 Länder gab, wird nun das gesamte Wertpapier in eine Anlage des "Pleite"-Staates umgetauscht oder für die gesamte Investition ein Gegenwert bezahlt, der ein ganz minimaler Bruchteil davon ist. Damit hat der Investor ein zusätzliches 13 faches Risiko des Totalverlustes gegenüber einer klassischen Anleihe. Die Bezeichnung dafür nennt sich "first to default".




4.  WIE KUNDEN MIT EINEM BESSEREN ANGEBOT ZUR COMDIRECT-BANK GELOCKT WURDEN

In den nachfolgenden vier Kapiteln führe ich nur ein Beispiel von etlichen auf. Dabei beziehe ich mich auf die Comdirect-Bank. Zahlreiche Täuschungsvarianten von anderen Vertriebsunternehmen sind auf meiner Web-Seite "die genialsten Täuschungen" eingestellt.

Komplexe Produkte lehnte ich grundsätzlich und ganz entschieden ab. Klassische Bankanleihen hingegen besaßen eine sehr simple Struktur, die in etwa mit einem Festgeld zu vergleichen sind. Im Jahr 2003 wechselte ich zu dem Direct-Broker "Comdirect-Bank". Trotzdem Direkt-Banken für den "normalen" Kunden günstiger sind, verhielt es sich bei mir umgedreht. Für die Wertpapierdienstleistungen bezahlte ich ein vielfaches mehr. Als Bankangestellte erhielt ich bei meinem Arbeitgeber im Rahmen einer Rückvergütung Sonderkonditionen, was bei der Comdirect-Bank nicht der Fall war. Das Angebot der Comdirect-Bank war aber wesentlich besser. Es gab dutzende Datensätze mit deutschen Bankanleihen, die der Interessent nach gewissen Suchkriterien filtern konnte. Jede Anleihe besaß eine große separate Informationstafel, die im Gegensatz zur Kundenberatung um ein vielfaches mehr Informationen beinhaltete, u. a. alle Handelsplätze, die unterschiedlichen Kurse der Handelsplätze, die Anzahl der Kurse, das Ausgabedatum, der Emittentensitz, die Restlaufzeit, die Liquidität, der Typ, das Anleihevolumen und etc.. Kleine Besonderheiten in der Ausstattung, wie z. B. " nachrangig" waren in der Zeile "sonstiges" angegeben, die die Comdirect-Bank aber später entfernte. Der Interessent hatte nicht nur ein vielfach besseres Angebot, als bei der Hausbank, er konnte auch alles in Ruhe auswählen und selbst am Wochenende Anlageentscheidungen treffen.

Nachfolgend ein Angebot einer Anleihe über die Kundenberatung der Commerzbank:

[Anlage 3, Angebot Commerzbank]
[Anlage 4, Angebot Commerzbank Begleitschreiben]

Nachfolgend ein Angebot einer Anleihe über Direct-Broking der Comdirect-Bank, die sich im nachhinein auch als Credit Linked Notes herausstellte:


[Anlage 6, Angebot Comdirect-Bank]

5.  HOCH RISKANTE CREDIT LINKED NOTES FÜR FESTGELDÄHNLICHE 3,2 PROZENT ZINSEN P. A.

Die gehebelten Credit Linked Notes sind hoch riskant. Wer nun aber glaubt, dass der Anleger für dieses enorme Risiko einen sehr großen Ertrag erhielt, hat weit gefehlt.

Im November 2006 erwarb ich bei der Comdirect-Bank die Anleihe: "DZ BANK AG Deut. Zentral-Gen. COBOLD 62 Em. 3922 v. 05(10)". Alle Angaben bezogen sich auf eine klassische Bankanleihe, die damals prospektfrei emittiert wurden. Nach der "Lehman"-Insolvenz entpuppte ich das Wertpapier aber als "Credit Linked Notes" mit fünf Kreditausfallversicherungen auf eine deutsche Bank und vier amerikanische Banken. Auch hier wurden die Kreditausfallversicherungen nicht anteilig auf das Kapital gerechnet, sondern mit einer fünffachen Hebelung versehen. Jede einzelne der fünf Kreditausfallversicherungen konnte zum vollständigen Verlust des gesamten Kapital führen. Trotzdem das Geld der Anleger fünf Banken versicherte, u. a. auch Lehman-Brother, wurde bei deren Insolvenz das gesamte Credit Linked Notes in eine "Pleite"-Anleihe von Lehman-Brother umgetauscht. Statt der Hundert Prozent Rückzahlung hatte die gesamte Investition nur noch einen Wert von 7,55 Prozent. Später fiel der Kurs sogar auf 6,11 Prozent zurück. Inzwischen pendelt er sich auf ca. 20 Prozent ein, was einen Verlust von rund 80 Prozent der investierten Mittel bedeutet.

[Anlage 7,  Jahresdepotauszug mit dem Wert der Anleihe]

Für dieses enorme Risiko zahlte die Bank gerade mal einen unauffälligen Zinssatz von 3,2 Prozent, der in etwa einem laufzeitgleichen sicheren Festgeld entsprach. Gem. den schriftlichen Ausführungen der DZ Bank, die ich bei dem Ombudsverfahren erhielt, soll der Zinssatz 0,2 bis 0,6 Prozent über einer klassischen Anleihe gelegen haben. Selbst wenn diese Differenz zutrifft, so fällt so eine äußerst minmale Abweichung auf Grund von kleinen temporären Unterschieden zwischen den Banken, täglichen Zinsschwankungen und laufzeitabhängigen Zinssätzen nicht auf.

Egal ob die DZ Bank AG und die zwei Landesbanken selber die Kredite ausreichten oder nur Kreditausfallversicherungen weiterverkauften, diese Banken können mit den vielfach gehebelten Kreditausfallversicherungen nur riesigen Profit erwirtschaften.  Auch Anleger, die über Kundenberater kauften, wurden getäuscht.

Natürlich wäre kein Investor auch nur ansatzweise so blöd, diese äußerst riskanten Wertpapiere für fast Nichts zu erwerben, während die Banken bzw. deren Manager ohne jegliches Risiko dabei gigantische Gewinne machen.

Genau weil die Gewinnsummen so riesig sind, wird hier unverblümt gelogen und massiv gegen gespielt, trotz schriftlicher definitiver Beweise, s. Gerichtsverfahren.


6.  PERFEKTE TÄUSCHUNG MIT EINER KLASSISCHEN BANKANLEIHE

Damit sich diese Credit Linked Notes klar und unverwechselbar von den klassischen Anleihen abgrenzen, wurden sie mit einer eindeutigen Bezeichnung, einem eindeutigen Wertpapiertyp und einem eindeutigem Risiko genehmigt.

Nachfolgend ein Beispiel von meinen verlustigen Credit Linked Notes, die fünf Kreditausfallversicherungen beinhaltete. Eine davon bezog sich auf Lehman-Brother. Die Credit Linked Notes bei Lehman Brother waren mit einem Verlust von insgesamt 460 Mio. Euro relativ gering und gingen in der anderen Wertpapierart, den zahlreichen "Lehman"-Zertifikaten, fast unter.  Die nächste Etappe bezieht sich überwiegend auf europäische "Pleite"-Staaten und deren Unternehmen. Hier geht es nicht mehr um Millionen, sondern insgesamt um Zig-Milliarden von Euro.

Abänderung Wertpapiertyp:

Die Wertpapiere wurden mit dem eindeutigen Wertpapiertyp "Credit Linked Teilschuldverschreibungen" genehmigt.  In den endgültigen Bedingungen steht extra explizit aufgeführt "Informationen über die anzubietenden bzw. zum Handel zuzulassenden Teilschuldverschreibungen. Darunter ist der Wertpapiertyp "Credit Linked Teilschuldverschreibungen" angegeben.

[Anlage 18 endgültige Bedingungen Deckblatt]
[Anlage 19 endgültige Bedingungen Deckblatt Wertpapiertyp]

Stattdessen wurde aber bei der Comdirect-Bank der falsche Typ "Anleihe" aufgeführt.

Hier besteht ein gravierender Unterschied. Der Wert und die hundertprozentige Rückzahlung des Typs "Anleihe" hängt nur von der Bonität des Emittenten ab. So heißt es:

"spezielle Risiken bei verzinslichen Wertpapieren:  Bei Anleihen zählt die Bonität des Emittenten"

[Anlage 20, Basisinformationen Wepa-Broschuere ]

"Sicherheit verzinslicher Wertpapiere: Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit des Emittenten"

[Anlage 21, Basisinformationen Wepa-Broschuere1]

"Was sind Anleihen?

"Der Herausgeber der Anleihe, der Emittent, verspricht Ihnen, dass er während der Laufzeit regelmäßig Ihre Zinsen bezahlen wird und am Ende der Laufzeit Ihr Kapital zurückzahlt."

[Anlage 22, Erklärung Anleihen Comdirect]

"Risiko von Anleihen:

"Der Wert der Anleihe steht und fällt mit der Finanzkraft des Emittenten."

[Anlage 23, Anleihe Risiko Comdirect]

Bei dem Wertpapiertyp "Credit Linked Notes" hingegen, hängt der Wert und die Rückzahlung nur nebensächlich vom Emittenten ab. Der Wert und die Rückzahlung wird von einem oder mehreren Kreditderivaten bestimmt. Weil dieses aber dem Anleger verschwiegen werden soll, gibt die Comdirect-Bank einen gravierend falschen Wertpapiertyp an.

Abänderung Rückzahlung:

In §4 der endgültigen Bedingungen führt die DZ Bank AG auf, dass die Rückzahlung der Credit Linked Notes in Abhängigkeit eines Kreditereignisses stehen. Wie ich oben erwähnte, wird die Zahlungsunfähigkeit eines Referenzunternehmens als sogenanntes Kreditereignis bezeichnet. Bei Eintritt eines Kreditereignisses erfolgt keine Rückzahlung des Nennbetrages bzw. Rückzahlungsbetrages am Endfälligkeitstag.

[Anlage 24 endgültige Bedingungen Rückzahlung]

Das Vorhandensein und die Abhängigkeit der Rückzahlung von  Referenzunternehmen wurde verschwiegen. Die Comdirect-Bank ließ aber deshalb nicht die Rückzahlung offen. Sie gab genau entgegen der endgültigen Bedingungen eine hundertprozentige Rückzahlung an, exakt so, wie es bei klassischen Anleihen der Fall ist.

In dem von mir veranlassten Ombudsmannverfahren wertete der Schlichter, ehemaliger Vorsitzender Richter beim BGH,  die Angabe einer Hundertprozentigen Rückzahlung als Pflichtverletzung der Comdirect-Bank.

Abänderung Wertpapierbezeichnung:

Ein Wertpapier setzte sich immer aus einem Rumpfprospekt (unvollständiger Verkaufsprospekt) und einem Nachtrag oder endgültigen Bedingungen, die die speziellen Anleihebedingungen beinhalten, zusammen. Unten aufgeführt ist die Wertpapierbezeichnung auf der Titelseite des Nachtrages, den ich mir nach dem Verlust über Umwege besorgte, s. Gerichtsverfahren Punkt 3. Die genehmigte Wertpapierbezeichnung deutete eindeutig auf die Merkmale des Produktes hin.

[Anlage 8, Nachtrag Cobold 62]

Die eigenartige Bezeichnung "Corporate Bond Linked Debt", die auf eine Besonderheit hindeuten könnte, tauschte die Bank mit "AG Deut. Zentral-Gen. " aus und die weiteren Angaben bzgl. der Referenzunternehmen wurden ganz weggelassen. So entstand der nachfolgende Name, der in der Verkaufsanzeigetafel und in der Wertpapierabrechnung angegeben wurde. Die gravierende abgeänderte Bezeichnung entsprach damit einer klassischen Bankanleihe.

Die Wertpapierbezeichnung  von klassischen Bankanleihen setze sich in den Kaufangeboten aus einem umfangreichen Namen der emittierenden Bank und immer einem kleinen Anhängsel, aus irgendwelchen internen Abkürzungen der Bank zusammen.

Als Beispiel das Kunden-Angebot der Commerzbank.

[Anlage 3, Angebot Commerzbank]
[Anlage 4, Angebot Commerzbank Begleitschreiben]

Analog dazu änderte die Bank die Wertpapierbezeichnung bei den Credit Linked Notes ab. An erster Stelle wurde der Banknamen angegeben, der nach der Kurzform ausführlich dargestellt wird. Danach folgt das kleine Anhängsel "Cobold". Die Abkürzung "Cobold" ist aber nicht im entferntesten Sinne ein Bankbegriff, sondern eine ganz freie Erfindung der DZ Bank.

So führen z. B. die Credit Linked Notes der DZ Bank mit Kreditausfallversicherungen auf europäischen Staaten nach dem Banknamen das "niedliche" Anhängsel "Emma".  Bei der Landesbank Baden-Württemberg wird der Zusatz "Synthia" verwendet und bei der Commerzbank tut es das hübsche Nachwort "Colibri". 

Auch in anderen Wirtschaftszweigen werden Frauen- Tier und Fabelnamen verwendet. So gibt es zum Beispiel Kaffeemaschinen die "Petra" heißen.  Der potenzielle Investor würde nie Verdacht schöpfen, dass auf Grund eines kleinen undefinierbaren Nachwortes der angegebene Wertpapiertyp nicht stimmt.

Im ersten Halbjahr 2008 bemerkte ich zufällig, dass die Anleihe einen Kurswert von ca. 80 Prozent besaß. Das war sehr untypisch, da Bankanleihen solche großen Kursschwankungen nicht aufwiesen.

Daraufhin recherchierte ich über mögliche wirtschaftliche Schwierigkeiten der DZ Bank im Internet. Als ich nicht fündig wurde, gab ich die Wertpapier-Kennnummer in Google ein. Dabei wäre ich nie auf die Idee gekommen, daß es sich um einen ganz anderen Typ handelt. Ich wollte lediglich sicher gehen, daß bei der Comdirect-Bank die Ausstattungsmerkmale, wie z. B. Zinszahlung und Laufzeit richtig angegeben wurden.

An erster Stelle erschien die Bekanntmachung der Börse Stuttgart per 24. Juni 2005. Das Dokument beträgt 71 Seiten. Hier sind alle Wertpapiere eingetragen, die neu aufgenommen wurden oder bei denen es Änderungen gab.  Die Einbeziehung der DZ BANK AG Cobold 62-Anleihe  erfolgte mit dem nachfolgenden Namen. Genau so heißen die klassischen Bankanleihen. Es sei noch darauf hingeweisen, dass sich das Wort "Teil" nur auf die Stückelung bezieht. Der Investor erwirbt nicht die gesamte Anleihe, sondern nur Teile davon, die meistens in einer Stückelung von 1.000,00 Euro ausgegeben werden.

Nachfolgend Beispiele von richtig aufgeführten Wertpapierbezeichnungen, die ich mir nach dem Verlust raus suchte. Hier sind die Zulassungen von sechs anderen Cobold-Anleihen eingestellt.

Die unten aufgeführte Zusammenstellung beinhaltet alle Änderungen der Wertpapierbezeichnungen. Beim Verkauf benannte die Bank die Credit Linked Notes in eine klassische Bankanleihe um. Die interne und absonderliche Bezeichnung "Corporate Bond Linked Debt" wurde durch andere Wörter ausgetauscht und die Referenzunternehmen tat die Bank verschweigen.  Nach der Insolvenz von Lehman Brother war es dann wieder ein "Corporate Bond Linked Debt".

  wo Lang-Bezeichnung Kurz-Bezeichnung
gem. Verkaufs-prospekt   DZ Bank Corporate Bond Linked Debt
(COBOLD 62) 3,20 % Anleihe mit Anleihenandienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) in Bezug auf die Referenzunternehmen Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Bundesrepublik Deutschland, JP Morgan Chase & Co, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Lehman Brothers, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Merrill Lynch & Co, Inc., New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Morgan Stanley, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, von 2005/2010 –Emission 3922 – (Credit Linked Notes) [Anlage 9]
 
amtliche Genehmigung zum Börsenhandel amtlicher Markt (Frankfurter Wertpapierbörse) Corporate Bond Linked Debt (COBOLD 62) - Anleihe mit Anleihenandienungsrecht ohne Kapitalgarantie in Bezug auf die Referenzunternehmen Deutsche Bank AG, JP Morgan Chase & Co, Lehman Brothers, Merrill Lynch & Co, Inc. und Morgan Stanley [Anlage 10]  
V
E
R
K
A
U
F
Verkauf über Vertriebsbank DZ BANK AG Deut. Zentral-Gen. COBOLD 62 Em. 3922 v. 05(10) [Anlage 6] , [Anlage12]  
Börsenzulassungs-
bestätigung Stuttgart

(Anzeige im Internet an erster Stelle)
3,20 % Inhaber-Teilschuldverschreibungen Em. 3922 von 2005 (21.09.2010) [Anlage 13]  
Kurzbezeichnung (Freiverkehr und geregelter Markt) Anzeige im Internet   DZ BANK ITV.E.3922
(ITV ist die Abkürzung für Inhaber-Teilschuldverschreibung) [Anlage 14] [Anlage15]
nach Insolvenz Kurzbezeichnung (geregelter Markt)   COBOLD 62 - Anleihe [Anlage 16]
Insolvenzmitteilung Börse Stuttgart

Insolvenzmitteilung eBundesanzeiger

Insolvenzmitteilung Vertriebsbanken
DZ Bank Corporate Bond Linked Debt (COBOLD 62) 3,20 % mit Anleihenandienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) in Bezug auf die Referenzunternehmen Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Bundesrepublik Deutschland, JP Morgan Chase & Co, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Lehman Brothers, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Merrill Lynch & Co, Inc., New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Morgan Stanley, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, von 2005/2010 –Emission 3922 – (Credit Linked Notes) ("Cobold 62 - Anleihe") -ISIN: DE000DZ8F2A8 -Wertpapier-Kenn-Nr.:DZ8F2A -Common Code:022339265- [Anlage 17]  

Abänderung Risiko

Die Credit Linked Notes wurden mit einem hohen Risiko genehmigt. In dem Rahmenprospekt und dem Nachtrag, der das Papier beschreibt sind etliche gravierende Risikohinweise vorhanden. So steht  unter anderem aufgeführt:

[Anlage 8, Nachtrag Cobold 62]

Gem. WpHG ist die Vertriebsbank verpflichtet, die angegebenen Wertpapierkenntnisse mit dem gewünschten Kauf abzugleichen. Ein Erwerb von Aktien von meinem Arbeitgeber wurde abgelehnt, da ich dazu nicht die ausreichenden Wertpapierkenntnisse gehabt hätte.

Credit Linked Notes beinhalten gem. dem Verkaufsprospekt ein hohen Risiko und können zum vollständigen Verlust der investierten Mittel führen.

Mein angegebenen Wertpapierkenntnisse waren moderat konservativ.

[Anlage 25, Wertpapierkenntnisprofil]

Moderat konservativ bedeutet gemäßigt Kapital erhaltend. So besaß ich nur Kenntnisse über Wertpapiertypen, wo das Kapital erhalten bleibt. Dieses entspricht, wie angegeben, dem Typ "Anleihe". Die Comdirect-Bank setzte aber die hoch riskanten Credit Linked Notes, die eine Kombination aus einer Anleihe und Kreditderivaten sind, dem harmlosen Typ "Anleihe" gleich. Diesen Sachverhalt bestätigt das Kreditinstitut in dem unten aufgeführten Antwortschreiben bzgl. meiner Reklamation. Gem. dem Verkaufsprospekt sind die Credit Linked Notes aber keineswegs  kapitalerhaltend, sondern genau entgegen gesetzt. Die DZ Bank gibt selber schriftlich an, dass ein hohes Risiko besteht, das zum fast vollständigen Verlust der investierten Mittel führen kann. Dementsprechend hätte der Kauf mit moderat konservativen Kennnisse nicht zugelassen werden dürfen.

[Anlage 26, Schreiben Comdirect-Bank Wertpapierkenntnisse Seite 1]
[Anlage 27, Schreiben Comdirect-Bank Wertpapierkenntnisse Seite 2]

Beim Vertrieb im Internet und auch über Kundenberater, änderten die Banken alle Merkmale ab. Es wird zu Hundert Prozent eine klassische Bankanleihe vorgetäuscht, die damals prospektfrei emittiert wurden.

Hier eine Kurzübersicht an Hand von meinem verlustigen Credit Linked Notes, wo fünf gehebelte Kreditausfallversicherungen, darunter auch Lehman Brother, vorhanden waren.

Die Comdirect-Bank stellte alle Credit Linked Notes mit gravierend falschen Angaben aus. Von der Bezeichnung, der Rubrik, dem Typ und der Rückzahlungen entsprachen sie exakt einer klassischen Bankenleihe, die damals prospektfrei emittiert wurden. Anbei ein Beispiel von dem DZ Bank AG Cobold 67 Papier, dass in gehebelter Form fünf Kreditausfallversicherungen auf Telekommunikationsunternehmen beinhaltet. Weitere Zig-Beispiele, die ich mir nach dem Verlust ausdruckte und alle die gleichen falschen Angaben wieder geben, sind vorhanden.

Lehman-Brother war aber nur ein kleiner Vorläufer. Diese, als sichere deutsche Bankanleihen getarnten kumulierten Kreditausfallversicherungen (CDS) gibt es insgesamt in Höhe von Zig-Milliarden von Euro. Sie werden sogar in Litauen vertrieben. Außerdem befinden sich die Credit Linked Notes als "harmlose" Anleihen in Investmentfonds. Die Zinssätze entsprechen in vielen Fällen in etwa nur einem Festgeld. Die Laufzeit ist überwiegend bis zum Jahr 2013. Statt des Zusatzes "Cobold", tragen die Credit Linked Notes auf Staaten bei der DZ Bank in der Bezeichnung das kleine "niedliche" Anhängsel "Emma".  Nähere Beispiele dazu sind auf meinen weiteren Web-Seiten vorhanden. Die Produkte waren von den schriftlichen Basisinformationen so dermaßen verfälscht, dass sie zu hundert Prozent den klassischen Bankanleihen entsprachen, die prospektfrei emittiert wurden. Der potentielle Investor hatte nicht die geringste Chance zu erkennen, dass er in Wirklichkeit Geber von Kreditausfallversicherungen war, noch dazu in mehrfach gehebelter Form des Totalverlustes.



7.  MEIN BISHER SINNLOSER KAMPF VON ÜBER 3 JAHREN MIT HUNDERTEN VON STUNDEN ARBEIT FÜR DIE GERECHTIGKEIT!

Nun kämpfe ich schon über drei Jahre für Gerechtigkeit und opferte Hunderte von Stunden meiner Freizeit dafür. Dabei verzeichnete ich aber keine Fortschritte, sondern erlitt eine Pleite nach der Anderen. Der Rechtsstreit an für sich ist sehr einfach und eindeutig. Den gesamten Sachverhalt hatte ich bis ins kleinste Detail schriftlich bewiesen. Damit nichts an die Öffentlichkeit gelangt, kommt es in solchen Fällen oftmals zu Vergleichen, die sogar eine Quote von Hundert Prozent für den Geschädigten betragen. So wurde das Urteil "Landgericht Rottweil 3 O 345/08" wieder durch einen hundertprozentigen Vergleich aufgehoben. Hier ging es auch um das oben beschriebene Cobold 62 Papier, wobei ebenfalls eine gelernte Bankkauffrau geschädigt wurde. Vergleichsangebote lehnte ich aber konsequent ab. Damit würde ich eine Mitschuld eingestehen. Hier handelt es sich um gravierende bewusste Täuschungen, die geahndet werden müssen und die Gesellschaft nicht einfach unter den Tisch kehren darf. Ich gab bei Gericht an, dass es mir nicht ums Geld geht. Gegenüber den drei Richtern erwähnte ich,  den gesamten verlustigen Betrag bei Rückerhalt der gemeinnützigen Organisation "Attac" zu spenden.

Ombudsverfahren gegen die Comdirect-Bank

Mein erster Versuch begann bei der Schiedsstelle des deutschen Bankenverbandes. Der Schlichter wird als Ombudsmann bezeichnet. Meine dort eingereichte Beschwerde bearbeitete ein ehemaliger Vorsitzender Richter vom Bundesgerichtshof. In seinem Entscheidungsschreiben teilte er wörtlich mit, dass das Risiko gegenüber einer normalen Bankanleihe versechsfacht war. Des Weiteren vertrat der Ombudsmann die Auffassung, dass die Vertriebsbank auf ihrer Internetseite hätte darauf hinweisen müssen, dass die Rückzahlung zu Hundert Prozent nicht nur von der Bonität des Emittenten, sondern zusätzlich von der Bonität von fünf internationalen Banken abhänge und schon beim Ausfall einer dieser Banken nicht mehr gewährleistet sei. In seiner Stellungnahme bezeichnet der Ombudsmann das Verhalten als Pflichtverletzung der Bank.

Trotzalldem erhielt ich kein Recht. Zu Einem hätte ich einem Kauf nicht ablehnend gegenüber gestanden. Im Rahmen des Ombudsverfahrens wurde festgestellt, dass ich im Jahr 2005, also ein Jahr vor Erwerb der strittigen Credit Linked Notes, schon drei gleich gelagerte Papiere bei der Comdirect-Bank erwarb.  Der Ombudsmann bezeichnet diese Credit Linked Notes in seinem Schreiben als strukturierte Anleihen.  Zum damaligen Zeitpunkt besaß ich 25 Bankanleihen. Auch diese drei Credit Linked Notes waren mit einer falschen Rubrik, einem gravierend falschen Wertpapiertypen, einer gravierend falschen hundertprozentigen Rückzahlung und einer gravierend falschen Bezeichnung eingestellt und wurden somit als klassische Bankanleihen ausgewiesen.  In der Verkaufsanzeigetafel der Comdirect-Bank und bei der Betragsabbuchung auf meinem Kontoauszug  führten sie in der Wertpapierbezeichnung hinter dem Banknamen nicht "Cobold", sondern die ebenfalls unscheinbaren und undefinierten Anhängsel "Synthia" und Colibri". Dadurch, daß diese Wertpapiere aber zu Hundertprozent zurück gezahlt wurden, konnte dem Investor keine Abweichung von einer klassischen Bankanleihe auffallen.  Durch meine späteren Recherchen stellte ich fest, dass die  Crecit Linked Notes jeweils vier und fünf Kreditausfallversicherungen auf Unternehmen aus der Automobilindustrie beinhalteten. Auch hier bestand eine mehrfache Hebelung des Totalverlustes. Ich wies dem Ombudsmann nach, dass ich bei einem Direktkauf einer laufzeitgleichen Anleihe von diesen Unternehmen mehr Ertrag erhalten hätte, als bei den hochriskanten Credit Linked Notes. Bei der Anleihe mit dem größeren Gewinn hätte ich nur ein einfaches Risiko des Totalverlustes gehabt, während die Credit Linekd Notes mit weniger Ertrag ein fünffaches und sechsfaches Risiko des Totalverlustes aufwiesen.
Gem. meinen angegebenen moderat konservativen Kenntnissen, die sich auf normale klassische Anleihen bezogen, wäre die Bank in der Pflicht gewesen, die hoch riskanten Käufe abzulehnen.

Nach Auffassung des Schlichters hätte mich nichts von dem Kauf des Cobold 62 Papiers abhalten können. So teilt er nachfolgendes mit: "Es spricht nichts dafür, dass die Beschwerdeführerin sich durch ein solches, damals von jeder Realität entferntes Risiko, auch wenn es gegenüber einer normalen Anleihe versechsfacht war, von einem Erwerb der Cobold Anleihe hätte abhalten lassen". Die Idiotie muß der Leser dabei bedenken. Das Risiko des Totalverlustes war sechs mal so hoch und trotzdem hätte ich den Kauf von diesen Credit Linked Notes einem Erwerb von einer normalen Anleihe vorgezogen!

Auch wenn die Entscheidung paradox ist, so ging der Ombudsmann wenigsten auf den Sachverhalt ein. Die weiteren Etappen sind haarsträubend.

Anlage28, Ombudsurteil


Gerichtsverfahren gegen die Comdirect-Bank

Ich reichte beim Landgericht Itzehoe Klage ein.

Der Rechtsanwalt der Comdirect dreht nun aber die Klagepunkte um. Er antwortete auf Punkte meiner Klage, die ich überhaupt nicht aufführte, bzw. gegenteilig angab. Durch seine Antworten unterschiebt er mir Sachverhalte, die von mir angeblich moniert wurden, die ich aber überhaupt nicht erwähnte.

Und das wird äußerst geschickt gemacht.

Das Kernthema ist, dass klassische Bankanleihen prospektfrei emittiert wurden und die Kunden nie Unterlagen erhielten. Die gravierend falschen Informationen bei der Comdirect-Bank täuschten dem potenziellen Investor zu hundert Prozent eine klassische Bankanleihe vor. Dieser Sachverhalt wurde durch die Börse Stuttgart noch unterstützt. Nach den Angaben wäre der Anleger nie auf die Idee gekommen nach Unterlagen zu suchen.

Aber genau das will die Comdirect-Bank strikt unterbinden. So führt der Rechtsanwalt der Comdirect-Bank in jedem einzelnen Schriftsatz mehrmals ganz geschickt aus, dass ich nach Unterlagen und Begriffen im Internet gesucht hätte. Die Wahrheit wird hiermit bewusst umgedreht. Das Streitthema sind damit nicht die falschen Angaben, die eine prospektfreie Bankanleihe vortäuschten. Wenn ich angeblich nach Informationen und Unterlagen gesucht hätte, so konnten es keine simple  prospektfreie Bankanleihe sein. Der fingierte Streitpunkt ist damit, ob die Informationen und Unterlagen im Internet vorhanden waren oder nicht.

Ich teilte dem Gericht mit, dass ich im ersten Halbjahr 2008  einen Kursverlust bemerkte, der für Bankanleihen untypisch war. Nach dem ich in meiner Suche über evtl. wirtschaftliche Schwierigkeiten der DZ-Bank nicht fündig wurde, gab ich die Wertpapierkenn-Nummer in Google ein. Dabei erschien an erster Stelle der Eintrag der Börse Stuttgart. Hier war das Wertpapier als eine ganz normale Bankanleihe ausgewiesen, die prospektfrei emittiert wurden. Dazu reichte ich die Ausdrucke als Beweis ein. Der gegnerische Anwalt erwidert: "Hätte die Klägerin nähere Informationen über das Wertpapier erhalten wollen, zeigen bereits die Anlagen K 13 und K 14, dass die entsprechenden Suchanfragen erfolglos gewesen wären." Da er eine Antwort auf meine Klageschrift gibt, wäre mein Suchergebnis im Internet nun aber erfolglos gewesen, also genau das Gegenteil.

Des weiteren teilte der gegnerische Anwalt mit: "Es mag sein, dass bei Eingabe des Wortes "Cobold" bei Wikipedia keine Informationen zu einer Schuldverschreibung angezeigt werden, wird dieser Begriff allerdings bei Google eingegeben, erscheint als allererster Hinweis ein Artikel in der FAZ vom 19. Mai 2005 über die streitgegenständlichen Anleihen.

Auch alle anderen Schriftsätze beschäftigen sich mit einer angeblich erfolglosen Suche im Internet.

Dieses gab ich überhaupt nicht an. Ich suchte weder nach einem Verkaufsprospekt, noch nach dem, in der Wirtschaft viel verwendeten Wort "Cobold".

Bei Eröffnung des Gerichtsverfahrens trug eine Richterin in der Ersteinschätzung abermals vor, dass ich nach diesen Sachen suchte. Ich betonte nochmals und ganz entschieden, dass ich danach nicht im Geringsten Ausschau hielt. Daran kann sich auch mein Rechtsanwalt sehr gut erinnern. Ich ging auf Grund der Angaben von einer klassischen Bankanleihe aus, die prospektfrei emittiert wurde.

Trotzdem ich dieses bei der mündlichen Verhandlung nochmals klar stellte, bezieht sich das Gerichtsurteil auf eine erfolglose Suche im Internet. Meine Klagepunkte wurden, bis auf eine kleine unwesentliche Ausnahme bzgl. Versicherungswesen, komplett ignoriert. Nachdem ich verlor, legte ich Berufung ein.

Anlage 29, Gerichtsurteil


Strafanzeige gegen die DZ Bank AG

Einstellung Ermittlungsverfahren

Ablehnung Beschwerde

Nach rund 1 1/2 Jahren und zwei Beschwerden bezüglich Einstellung erhielt ich am 22. März 2012 die endgültige Ablehnung meiner Strafanzeige.

Zu einem wurde ich durch die Vertriebsbank, die Comdirect-Bank getäuscht. Zum anderen führte mich ich aber auch die DZ-Bank "auf den Leim". Im ersten Halbjahr 2008 kam es zu einer Kursauffälligkeit, die mich zu Recherchen veranlassten.  Im Internet war von der DZ-Bank zu dem Produkt mit richtiger Bezeichnung eine falsche Wertpapier-Kennnummer angegeben. Somit war das Produkt nicht auffindbar. Hingegen unter der richtigen Wertpapier-Kennnummer erschien ein gravierend und vollständig abgeänderter Name, der eine klassische Bankanleihe vortäuschte, die prospektfrei emittiert wurden. Der Eintrag basierte auf eine Einbeziehung bei der Börse Stuttgart, die auf Veranlassung der DZ Bank erfolgte. Am 28.11.2010 stellte ich deshalb gegen die Verantwortlichen der DZ Bank AG bei der Staatanwaltschaft Berlin Strafanzeige, wobei ich alles bis ins kleinste Detail mit hundert prozentigen Beweisen unterlegte. Nach der endgültigen Ablehnung ließ ich über meinen Anwalt die Akte anfordern. Ich stellte fest, dass die Staatsanwaltschaft Berlin in dem von mir angezeigten Sachverhalt nicht einmal ansatzweise ermittelte. Sie schickte mein Schreiben an die beschuldigte DZ Bank. Diese gab eine Stellungnahme ab. Diese Stellungnahme wurde dann von der Staatsanwaltschaft gefiltert. Alle Sachverhalte, die keinen direkte Bezug auf meinen Hauptklagepunkt bildeten, kopierte die Staatsanwaltschaft Satz für Satz und Wort für Wort originalgetreu raus. Den Einstellungsbescheid über fünf DIN A4 Seiten, der sich zu ca. 90 Prozent aus nur kopierte Sätze von der beschuldigten DZ Bank zusammen setzte, schickte mir die Staatsanwaltschaft dann innerhalb von 5 Arbeitstagen als ihre eigenen Ermittlungen zu. Mein Anzeigepunkt, der die komplette Umbenennung des Wertpapieres bei der Börse Stuttgart beinhaltete, wurde somit ignoriert.