VON LEHMAN BROTHER BIS GRIECHENLAND,
DIE GRÖSSTEN TÄUSCHUNGEN MIT:
- CREDIT LINKED NOTES -
Allgemeines
zu
Credit Linked Notes
die absolut genialsten Täuschungen
deutsche
Credit Linked  Notes
in Litauen
Verkauf über dumm gelassene Kundenberater Vernichtung Rentenbeiträge
Kirchengelder
Firmenkapital
Entwicklungs-
hilfe
der Griechenland-Krimi Gerichts-
verfahren


Kurzfassung

Details
Strafanzeige gegen die
DZ Bank
sonstiges

Impressum
14.04.12 17.03.12 16.04.12
INHALTSVERZEICHNIS
  1. DER GRIECHENLAND-KRIMI
  2. DIE SCHLEICHENDE AUSBEUTUNG

1.  DER GRIECHENLAND-KRIMI  

 "Bei den CDS-Kontrakten auf griechische Staatsanleihen geht es weltweit um ein Volumen von rund 70 Milliarden Dollar. Weil die meisten Banken aber sowohl Versicherungen ausgegeben als auch sich selbst abgesichert haben, bleibt netto nur eine Belastung von gut drei Milliarden Dollar oder 2,6 Milliarden Euro. "

[Anlage 1b,  Auszug aus dem Spiegel vom 12.03.12]

Gem. Handelsblatt hatten die CDS-Kontrakte auf griechische Staatsanleihen ein Volumen von 70 Milliarden Dollar. Netto, was zu einer Belastung führt, wären das aber nur rund 3 Milliarden Dollar. Dieses ergibt eine Differenz von rund 67 Milliarden Dollar. Das Wort "Belastung" ist irritierend. Real waren nur rund 3 Milliarden Dollar der Griechenland-Kredite für einen Ausfall der Rückzahlung versichert.

Es kamen schon ein paar Versicherungsfälle zum Tragen. Die ungedeckten Kreditausfallversicherungen auf Lehman Brother waren noch relativ gering. Die Zahlungsunfähigkeit von Griechenland  übersteigt dieses Volumen bei Weitem. Als Versicherungsnehmer beziehen diese Banken daraufhin gigantische Versicherungsleistungen und  machen einen riesigen Profit.  Die Versicherungsgeber, die größtenteils ahnungslose Kleinanleger, Stiftungen, Kirchengemeinden, Firmen und Rentenempfängern sind, verlieren hingegen den größten Teil ihrer Kapitalanlagen oder erhalten nur noch kleinere Renten. 

 

 Ob ein Schadensfall eingetreten ist, der die Versicherungsleistung auslöst, entscheidet ein Derivateverband (ISDA) an Hand von selber aufgestellten Richtlinien. Dieser ist in den USA ansässig und führt die Abkürzung ISDA. Der Verband wird dann aber wiederum auch von der Finanzindustrie bestimmt. Die 15 Mitglieder sind zehn Banken und fünf große Finanzinvestoren. So legte der Verband am 9. März 2012 fest, daß bei Griechenland der Versicherungsfall eintrat. Dieses Ereignis wird mit dem harmlos klingenden und irritierenden Begriff "Kreditereignis" bezeichnet.

Der Schadensbetrag selber wird ebenfalls von den Banken taxiert. Bei Griechenland wurde der Restwert auf 21,5 Prozent festgelegt. Das bedeutet, dass die Versicherungsgeber einen Verlust von rund 80 Prozent erlitten. Die Versicherungsnehmer hingegen, also die Banken, die eine Versicherung nahmen, ohne überhaupt mit dem Versicherungsobjekt Griechenland tangiert zu sein,  machten hingegen einen gigantischen Gewinn.

Die gedeckten Kreditausfallversicherungen auf Griechenland betrugen 3,2 Milliarden Dollar. Bei einem Verlust von rund 80 Prozent macht dieses gerade mal 2,5 Milliarden Dollar aus, die die Versicherungsgeber zu ersetzen haben. So schrieb die FTD in ihrer Ausgabe vom 19.03.12. "Die 2,5 Mrd. Dollar sind weniger als befürchtet. Den Finanzmarkt wird der Betrag kalt lassen." Die Medien verheimlichen aber die ungedeckten Kreditausfallversicherungen, dieser Betrag ist über 20 Mal mehr.

Hier hat die Politik auf ganzer Linie versagt. Um einen daraus resultierenden enormen Schaden noch abzuwenden, wollten die Politiker den Banken ein Schnippchen schlagen. Die Rechnung ging nicht auf.
Schon seit dem Jahr 2010 stand fest, dass Griechenland einen Teil seiner Schulden nicht zurückzahlen kann. Dementsprechend müsste es zu einem Staatsbankrott kommen. Die  Regierung Griechenlands hätte dazu offiziell erklären müssen, daß sie nur einen Teil der fälligen Forderungen begleichen kann und wird. Dieser Vorgang, der zum gleichen Endergebnis geführt hätte, wäre ganz simpel gewesen und hätte viel Arbeit und Kosten erspart. Der Knackpunkt war aber, dass nach den Richtlinien des Derivateverbandes dann ein sogenanntes Kreditereignis eintritt, was die Fälligkeit der Kreditausfallversicherungen auslöst. Genau das wollte die Politik mit allen Mitteln verhindern. So versuchten sie die Banken zu überlisten. Wenn ein Großteil der Gläubiger, denen Griechenland Geld schuldet, freiwillig auf einen Teil der Forderungen verzichtet, ist dieses kein Staatsbankrott. Damit würde gem. den Richtlinien des Derivateverbandes kein Kreditereignis ausgelöst, was dann wiederum die Kreditausfallversicherungen unberührt lässt. In immer neuen und fast endlosen Verhandlungen, die sich vom Jahr 2010 bis März 2012 hinzogen, setzten die Politiker alles daran einen freiwilligen Schuldenverzicht und eine Schuldenrestrukturierung mit den Gläubigern zu erreichen. Der Erlass der Schulden musste aber eine Größenordnung besitzen, die Griechenland nicht in eine nächste Pleite schlittern lässt. So wurde zum Schluss festgelegt, dass sich mindestens 90 Prozent der Gläubiger an dem freiwilligen Schuldenverzicht und der Restrukturierung beteiligen müssen. Um die Quote auch im Falle eines Scheiterns zu erreichen, nahm Griechenland eine Gesetzesänderung vor. Eine vorhandene Mehrheit der Gläubiger konnte die Übrigen zu einem freiwilligen Schuldschnitt und einer Umschuldung zwingen (Collective Action Clauses). Somit kamen auf jeden Fall die geforderten 90 Prozent Beteiligung zusammen.

Der Count Down der Gläubigermeldung zum freiwilligen Forderungsverzicht begann in der zweiten Februarhälfte und sollte am 8. März 12 abgeschlossen sein. Es war spannender als jedes Fußballspiel. Noch ein paar Stunden vor Anmeldeschluss veröffentlichten zahlreiche Medien, dass schon mehr als 95 Prozent das Angebot angenommen hätten. Offensichtlich war diese Nachricht nur eine Täuschung. Vielleicht sollten sich noch ein paar Freiwillige melden oder die Banken wollten noch mehr Verwirrung stiften. Etliche Leute, die mit der Materie etwas vertraut sind,  wissen bis heute nicht, dass es zu einem offiziellen Kreditereignis kam. Die tatsächliche Beteiligung lag nur bei rund 85 Prozent, also unter den geforderten 90 Prozent. Die vorhandene Mehrheit gab bereits bei der Meldung des Forderungsverzichtes die Zustimmung, dass die Unwilligen zum freiwilligen Forderungsverzicht gezwungen werden, was nach dem neu erlassenen Gesetz rechtens war.

Daraufhin trat das ein, was die Politiker seit mindestens eineinhalb Jahren versuchten zu verhindern. Der Derivateverband entschied, dass der freiwillige Zwang des Forderungsverzichtes als Kreditereignis gilt. Und somit wurden die Kreditausfallversicherungen aktiviert. Die größtenteils nichts ahnenden Versicherungsgeber müssen damit an die Versicherungsnehmer zahlen bzw. verlieren ihr bereits hinterlegtes Kapital bis auf ein Minimum. Was in den Medien als Hedgefonds beschrieben wird, sind die Kreditinstitute. Die Banken haben wiederum Tochtergesellschaften, die im Ausland angesiedelt sind. Diese ausländischen Institute, die in kaum regulierten Gebieten wie Dublin oder Jersey sitzen,  werden auch als Schattenbanken bezeichnet. Ob dahin ein Gewinnabfluß erfolgt, weiß ich nicht. Ich halte dieses aber für möglich. Bei den Credit Linked Notes liegt mir ein Rahmenvertrag über 50 Milliarden Euro vor, wo neben der Großbank auch die "Schattenbank" in den Vertrag einbezogen wurde. 

Seit langem diskutiert die Politik darüber, die ungedeckten Kreditausfallversicherungen zu verbieten. Aber selbst wenn sich die Politiker mal zu einer Entscheidung durch ringen sollten, so stehen noch Unmengen Kreditausfallversicherungen aus der Vergangenheit an, die auch zu platzen drohen.

In den Medien gibt es zahlreiche Artikel, die über die Kreditausfallversicherungen berichten. Anbei ein Beispiel:

[Artikel über Kreditausfallversicherungen]


2.  DIE SCHLEICHENDE AUSBEUTUNG

Anbei eine Auflistung der Credit Linked Notes, die in voller Höhe des unten aufgeführten Emissionsvolumens Kreditausfallversicherungen auf Griechenland besitzen. Es handelt sich um 1.360.000.000,00 Euro. Dieses ist aber nur ein Bruchteil, die meisten der aufgeführten Emissionen sind aus 2008/2009. Die Credit Linked Notes aus den Jahren zuvor und danach fehlen größtenteils.

Bank/
Wertpapierkenn-Nr.
Betrag
in EUR
LBBW
DE000LBW1D0 100.000.000,00
DE000LBW6DN 100.000.000,00
DE000LBW88T 100.000.000,00
DE000LBW88U 100.000.000,00
XS0222463647 50.000.000,00
XS0219160131 50.000.000,00
DE000LBW63U0 unbekannt
   
WestLB
XS0268535597 10.000.000,00
DE000WLB6EC1 100.000.000,00
DZ Bank
DE000DZ1G2M9 50.000.000,00
DE000DZ1G2N7 50.000.000,00
DE000DZ1G309 50.000.000,00
DE000DZ1G341 50.000.000,00
DE000DZ1G5T7 100.000.000,00
DE000DZ1G564 50.000.000,00
DE000DZ1G7N6 50.000.000,00
DE000DZ1G614 50.000.000,00
DE000DZ1G8B9 50.000.000,00
DE000DZ1HBV2 50.000.000,00
DE000DZ1GZK6 50.000.000,00
DE000DZ6Z7E7 50.000.000,00
DE000DZ8JL53
50.000.000,00
DE000DZ8F1P8 50.000.000,00
1.360.000.000,00

Es ist schon erstaunlich, welchen Einfluss die Banken auf die Medien haben um gravierend falsche Informationen zu streuen. Die Wertpapiere wurden als Anleihen und nicht als Zertifikate verkauft. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied. Bei Zertifikaten hängt der Ertrag und/oder die Rückzahlung des Kapitals zu Hundert Prozent nicht nur von der Bonität des Emittenten ab, sondern basiert auf weiteren Bezugsgrößen. Bei einer klassischen Anleihe hingegen ist dieses nicht der Fall.

Die Zeitung "FTD" teilt aber mit, dass die Wertpapiere als Zertifikate veräußert wurden. Dementsprechend konnte der Anleger nicht mit einer klassischen Bankanleihe getäuscht worden sein.

Noch interessanter wird es bei Angabe des Emissionsvolumens.

Über ein Jahr lang vor dem griechischen Staatsbankrott teilten die Medien die Angst vor den Kreditausfallversicherungen mit. Dabei ging es um rund 75 Milliarden USD. Das Kreditereignis wurden am 09. März 2012 entschieden. Danach, ganz plötzlich und wie aus heiterem Himmel, werden aus den 75 Milliarden USD nur noch 3,2 Milliarden. Die enorme Differenz würde sich lediglich aus Verrechnungen der Banken untereinander ergeben, da die Banken Käufer und Verkäufer von diesen Versicherungen waren. Anscheinend wußte das natürlich keiner vorher. Von den ungedeckten Kreditausfallversicherungen ist nicht ein Wort mehr die Rede. Aber das ist bei Weitem nicht alles. Da die Credit Linked nicht abgestritten werden können, spielt die Lobby das Volumen als winzige Lappalie runter. So erscheint am 21. März 2012 in der Zeitung FTD ein Artikel über Zertifikate, wo geschickt fast nebensächlich auf diese Papiere eingegangen wird.  

Es steht aufgeführt "Allein in den sechs Emissionen, die vom Griechenland-Debakel betroffen sind, sollen nominal 25 Mio. Euro stecken."

Artikel von der Zeitung FTD

In Wirklichkeit hingegen beinhaltete schon eine einzige Emission der LBBW nachweisbar 100 Millionen Euro.

Es betrifft auch keine 6 Emissionen, wie angegeben. Ich besitze für 23 Emissionen die definitiven Nachweise, dass in den Credit Linked  Notes Griechenland eingebunden ist.  Aber selbst die von mir oben aufgeführte Emission über 100 Millionen Euro ist vom Betrag nur ein kleiner Bruchteil davon. Bei 1.360 Millionen bzw. 1,36 Milliarden Euro konnte ich definitiv einen Bezug zu Griechenland nachweisen. Bei weiteren rund 30 Emissionen, die ich durch meine intensiven Recherchen ausfindig machte, vermute ich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls einen Griechenlandeinbindung. Gewisse übereinstimmende Charaktere, wie z. B. Preisaussetzung, Bezeichnung, letzter Kurs und etc. lassen darauf schließen. Trotz sehr umfänglicher Suche fand ich aber keine definitiven Belege über die Zusammensetzung der Papiere. So ließ ich diese hier unberücksichtigt. 

Offensichtlich will die Lobby das große Volumen der Credit Linekd Notes vertuschen. So wird per 26. März 2012 der kleine Bruchteil der in der FTD aufgeführten Wertpapiere der Landesbank Baden Württemberg ganz schnell verrechnet. 

Zwei Tage später verkünden fast alle großen Zeitungen

28. März 2011

Die Auszahlung der Kreditausfallversicherungen auf griechische Staatsanleihen ist reibungslos über die Bühne gegangen.......lediglich 2,17 Milliarden Euro netto an die Anleger geflossen, die sich mit sogenannten Credit Default Swaps gegen einen Zahlungsausfall Griechenland abgesichert hatten. Damit ist die letzte Bestätigung geliefert, dass das gefürchtete "Kreditereignis" im Falle Griechenlands einen harmlosen Ausgang genommen hat." 

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/roundup-athener-schuldendrama-kreditausfallversicherungen-ausgezahlt_aid_729186.html

Die Medien bestätigen hier definitiv einen harmlosen Ausgang, wobei das Ergebnis noch nicht einmal ansatzweise feststeht. Der größte Teil der Credit Linked Notes, die die ungedeckten Kreditausfallversicherungen beinhalten, fehlen.

Dieser Part ist weiterhin an den Börsen und in den Onlinevertriebsbanken notiert und die Investoren wurden noch nicht einmal informiert.

Die Banken können nun über Monate hinweg die Informationen und Verrechnungen der Pleite-Papiere aufteilen. Bei Verlusten, die durch eine Zahlungsunfähigkeit eines Emittenten, bzw. Herausgebers von Wertpapieren entsteht, ist ein Soforteffekt da. Die Insolvenz von Lehman Brother löste am 15. September 2008 einen Aufschrei aus, alle Medien berichteten und ganz spontan fanden sich in kürzester Zeit die Geschädigten der Lehman-Papiere zusammen. Alle Investoren waren sofort informiert. Nicht so bei den Credit Linked Notes. Während ein kleiner Teil der Käufer der Landesbank-Papiere schon die Verrechnung der Verluste hinter sich hat, wussten die mir bekannten DZ Bank Anleger zu dieser Zeit überhaupt noch nicht,  dass ihre Investition etwas mit Griechenland zu tun hat.

Gem. einem Prospekt der endgültigen Bedingungen, den ich durch meine Recherchen ausfindig machte, kann die Verrechnung sehr lange dauern. Zuerst muss die DZ Bank das Eintreten des Kreditereignisses bzgl. des jeweiligen Wertpapieres öffentlich publizieren, wobei offen gelassen wird, wo genau diese Information vorgenommen werden muss und wann diese zu erfolgen hat. Von den zahlreichen Wertpapieren konnte ich bis jetzt nur ein einziges Papier entdecken. Aber selbst diese eine Mitteilung ausfindig zu machen, ist sehr kompliziert und nicht umsonst. Die Online-Börsenzeitung führt ein Finanz-Anzeigen Archiv. Wer dieses gefunden hat, gelangt auf eine Seite mit weiteren Pulldown-Menüs. Hier kann der Interessent "DZ Bank" filtern.  In dem Radius eines normalen 17 Zoll Bildschirm nicht sichtbar, ist sozusagen versteckt eine weitere Selektierung möglich, wo der Begriff "Kreditereignis" gefiltert werden kann. In den dann angezeigten Dateien ist aber nicht ersichtlich, um was für ein Wertpapier es sich handelt.  Erst gegen Bezahlung von jeweils 2,65 Euro pro Datei wird dieses Geheimnis gelüftet, wobei aber auch jede "Niete" 2,65 Euro kostet. So fand ich eine Mitteilung vom 16. März 2012 bzgl. eines Kreditereignis für "Emma26"  (ISIN-Nr. DE000DZ8F1P8). Danach ist es erforderlich, dass die Bank innerhalb von 60 Kalendertagen eine sogenannte Andienungsmitteilung veröffentlicht, wo ist ebenfalls unklar. Und in weiteren 65 Bankarbeitstagen muss die Verrechnung mit dem "Pleite"-Wert stattfinden, was nur von den letzten zwei Vorgängen maximal ca. fünf Monate ergibt.

Bei meinem "Cobold62" Wertpapier hatte es 2 1/2 Monaten gedauert. Am 15. September 2008 war Lehman Brother insolvent und  mit Schreiben vom 28. November 2008 erfuhr ich von der Täuschung.

Eines dieser Credit Linked Notes mit Griechenland-Bezug hatte am 22. März den jährlichen  Zinstermin. Es handelt sich um die ISIN-Nr. DE000DZ1G5T7, wobei gem. Presse dieses Wertpapier überhaupt nicht existiert. Die Zinszahlungen blieben aus.  Da auch hier alle relevanten Daten gravierend abgeändert wurden, gingen die Investoren beim Kauf wie üblich von einer klassischen Bankanleihe aus. Die mir bekannten Anleger erfuhren aber nicht, warum keine Zinszahlung erfolgte. Sie wurden einfach dumm gelassen.

Bei dem anderen, oben beschriebenen Wertpapier "Emma26"  wurde am 16. März 2012 ganz versteckt veröffentlicht, daß auf Grund des Kreditereignisses die Rückzahlung nicht wie normal erfolgt.

Trotz alledem ist bei der Comdirect-Bank per 30.03.2012, also 17 Tage nach der Veröffentlichung bzw. 24 Tage nach Eintritt des Kreditereignisses noch ein Rückzahlungskurs von Hundert Prozent angegeben. Und das obwohl doch die Medien bekannt gaben, dass die Kreditausfallversicherungen bereits alle verrechnet wurden.

Die Banken spielen aber auch an anderer Front ganz geschickt. Die Politik wollte das Auslösen der Kreditausfallversicherungen umgehen. Deshalb sollten die Gläubiger einem freiwilligen teilweisen Forderungsverzicht zustimmen. Dazu mussten aber mindestens 90 Prozent der Gläubiger einverstanden sein. Für den Fall, dass die Quote darunter liegen würde, brachte die griechische Regierung ein neues Gesetz raus. Eine Mehrheit sollte dann die Minderheit zum freiwilligen Forderungsverzicht zwingen. Als überhaupt noch nicht der Zwang zur Teilnahme am freiwilligen Schuldenschnitt für die "Unwilligen" bestand, fragte Jemand beim Derivateverband an, ob der reine freiwillige Schuldenverzicht auch als Kreditereignis zählt. Natürlich entschied der Derivateverband, dass dieses kein Kreditereignis darstellt, was dann die Kreditausfallversicherungen ausgelöst hätte. Wenn ich meiner Nachbarin freiwillig etwas Geld schenke, weil ihr Haus abbrannte, ist dieses logischer Weise keine Versicherungsleistung. Aber die Medien schrieben in großen Lettern, dass die Zahlungsunfähigkeit von Griechenland kein Kreditereignis darstellt. Ab der zweiten Februarhälfte sollten sich die Gläubiger melden, die einem freiwilligen Schuldschnitt zustimmen. Das Angebot war bis 9. März befristet. Wenn eine Annahme der Offerte von weniger als 90 Prozent der Gläubiger erfolgt, sollte eine Mehrheit die "unwilligen" zu einem Forderungsverzicht gesetzlich zwingen. Der Derivateverband entschied, dass bei Auslösung eines Zwangs zum Forderungsverzicht, dieses dann als Kreditereignis gilt. Ein paar Stunden vor Ende der Frist zur Abstimmung teilten die Medien in großen Überschriften mit, dass bereits 95 Prozent erreicht wurde, also mehr als die 90 Prozent und somit kein Kreditereignis entsteht. Nach der Frist waren es aber tatsächlich nur rund 85 Prozent, die einem freiwilligen Schuldenschnitt zustimmten. Somit kam es offiziell von dem Derivateverband zu einem Kreditereignis, was die Kreditausfallversicherungen in zweistelliger Milliardenhöhe auslöste  Durch die geschickte Verschleierungsaktion gibt es sogar Juristen, die noch nicht einmal wissen, dass der Derivateverband ein Kreditereignis festlegte. Und die Geschädigten natürlich auch nicht. Nachfolgend aufgeführt ein Auszug aus dem Forum "Finanzfrage.net"

Anbei ein kostenpflichtiger Abruf bei der Börsen-Zeitung

Unsere gesamte Wirtschaftsleistung wird durch die Ausbeutung mit Credit Linked Notes in den Abgrund gezogen. Mit diesen Papieren wurden nicht nur ein paar Kleinanleger getäuscht. Hier haben insbesondere nachweislich Firmen, Stiftungen, die Kirche und die Rentenkasse gravierende Verluste realisiert und unsere Bevölkerung wird von Jahr zu Jahr ärmer.