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16.03.12
HISTORIE VON CREDIT LINKED NOTES



Es gibt geografische Gebiete, die auf Grund ihres Status eine sehr schwache Regulierung haben, z. B. die Kanalinsel "Jersey". So kamen einige Banken auf die Idee, dort Zweckgesellschaften zu gründen und allen möglichen Ramsch an Wertpapieren zu kreieren. Eine Anleihe ist nur von der Bonität des Emittenten (Herausgebers) abhängig. So lautet auch heute noch die Definition bei offiziellen Institutionen und Stellen. Ein Derivat hingegen ist ein Finanzinstrument, deren Wert nicht hauptsächlich von dem Produkt selber abhängt, sondern von anderen Produkten und Ereignissen. So erfanden diese Banken unter anderem Wertpapiere dessen Wert und Rückzahlung jeweils auf der Bonität eines südamerikanischen Staates basiert. Das war Mitte/Ende der Neunziger Jahre. Nun wäre daran auch nichts auszusetzen gewesen. Die Banken fügten diesen Wertpapieren aber nicht die Gattung "Derivat" oder ähnliches zu, sondern erfanden den Begriff "synthetische Anleihe". Jetzt gab es auf der einen Seite die klassische Anleihen, die nur vom Wert der Emittenten abhängig waren. Die gleiche Bezeichnung, aber mit dem Vorwort "synthetisch" stellte nun auch etwas total anderes dar, bzw. hing von ganz anderen Werten ab. Ganz offensichtlich wussten die Anleger das aber nicht. So emittierten zwei Banken Ende der Neunziger Jahre über Zweckgesellschaften synthetische Anleihen, die auf die Zahlungsfähigkeit von dem Staat Ecuador basierte. In der Bezeichnung war Ecuador angegeben. Der Unterschied des Investors zu einer Direktinvestition bestand darin, dass der Anleger bei Zahlungsschwierigkeiten des Landes selber keine gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche hatte. Die Anleihe wurde von der Zweckgesellschaft gekündigt und die Investoren erhielten nur eine sehr minimale Abfindung. Pikant ist, dass diese Anleihen damals nicht nur Privatinvestoren erwarben, sondern in Millionenhöhe unter anderem vom MDR und vom Goethe Institut gekauft wurden. In der Bezeichnung war zwar das Wort "synthetic" angegeben, aber wie im Jahr 2000 der Fokus schrieb, dürften weder Kunden, noch die Vertriebsmitarbeiter gewußt haben, was dahinter steckt. [1] Die ziemlich bekannte Anwaltskanzlei Rotter aus München führte damals eine Muster-Schadensersatzklage durch und verlor. Ein weiterer Versuch, eine Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht, wurde nicht angenommen. Danach öffnete die Regierung den Banken "Tür und Tor". Das Wort "synthetic" wurde in der Bezeichnung ganz weg gelassen. Stattdessen hieß eine Anleihe nur noch "10,625 % BRAZIL REP.BDS" Die Abkürzung "REP" stand aber nicht für Republik, sondern für "Repackaged", was ein Anleger dann wissen sollten. [2]

Zu diesem Zeitpunkt waren aber noch 3 Merkmale vorhanden. Auch wenn der Investor wesentlich weniger Geld zurück erhielt, so entsprach seine Investition im gewisse Sinne seinem Anlageziel. Wenn der Anleger sich Ecuador aussuchte, so hing seine synthetische Anleihe von der Bonität des Landes ab. Die Anleihen wurden nicht von großen Banken, sondern von Zweckgesellschaften emittiert. Die Zinsen waren extrem hoch, z. B. 14 Prozent, was aber auch an der schwachen Bonität der zugrunde liegenden Staaten lag. Damals betraf es noch spekulative Anleger, wobei es aber auch keinen Grund darstellt, über das Produkt hinweg zu täuschen.

Weil alles so gut klappte und keiner einen Riegel davor schob, konnten ein paar Banken noch viel dreister sein. So emittierten sie synthetische Anleihen nicht mehr über Zweckgesellschaften, sondern direkt von ihrer eigenen Großbank und ließen die Wertpapiere in Deutschland und Luxemburg genehmigen. Diesen Wertpapiertyp deklarierten sie als "Credit Linked Notes". Nach der erfolgten Zulassung benannten die Kreditinstitute die Wertpapiere einfach um und änderten den Typ in "Anleihe" ab, so dass sie den normalen prospektfreien Bankanleihen entsprachen. Im Gegensatz zu damals wurde der Investor nun sogar über das Anlageziel hinweg getäuscht. Außerdem blieb in der Pflichtlektüre der Wertpapier-Basisinformationen der Hinweis erhalten, dass synthetische Wertpapiere regelmäßig von Zweckunternehmen emittiert werden. Ein Anleger, der nur von deutschen Großbanken kaufte, konnte damit noch nicht einmal im entferntesten erahnen, dass er sich mit einer deutsche Großbankanleihe so ein Produkt einhandeln könnte. Da alles so gut klappte, konnten die Banken nun nochmals eine Steigerung vornehmen. Jetzt wurde noch eine fünf bis fünfundzwanzigfache Hebelung oben drauf gesetzt. Und weil die Politiker weg sahen, traten die Kreditinstitute als Versicherungsnehmer auf, trotzdem sie mit den versicherten Staaten und Unternehmen überhaupt nichts zu tun hatten. Trotz des enormen Risikos zahlte die Bank dem Versicherungsgeber oftmals nur etwa die Höhe von Festgeldzinsen oder minimal mehr. Das Wort "synthetisch" wandelte die Landesbank Baden-Württemberg nach ihrer langen Bankbezeichnung, als kleinen Zusatz in "Synthia" um, so wie der Frauenname heißt. Aber auch die anderen betroffenen Banken ließen sich so hübsche Wörter, wie "Emma", "Cobold", "Colibri", "Isolde" und etc. als kleinen Anhängsel in der Wertpapierbezeichnung einfallen. Inzwischen gibt es die Credit Linked  Notes auf Staaten und Unternehmen insgesamt in Höhe von Zig-Milliarden Euro.

Das Schneeballsystem muß zusammen brechen!


 ALLE EINZELNACHWEISE

  1. Artikel Fokus synthetische Anleihen Jahr 2000
  2. Urteil BRAZIL.REP Jahr 2005